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  beratung > gesundheit > Hepatitis B

Hepatitis B

Allgemeines

Eine Hepatitis ist eine Leberentzündung, die verschiedene Ursachen haben kann. Manchmal wird sie durch Alkohol oder Medikamente, aber weitaus häufiger durch Viren, verursacht.

Es gibt unterschiedliche Hepatitisformen, die jeweils andere Verlaufsformen und Folgeerscheinungen haben. Um diese Formen zu unterscheiden, hat man ihnen Buchstaben zugeordnet.

Es gibt Hepatitis A, Hepatitis B, Hepatitis C, Hepatitis D, Hepatitis E, und Hepatitis G.

Hepatitis A, B, und C kommen auch in Deutschland häufig vor.

Gegen Hepatitis A und B kann man sich impfen lassen, vor Hepatitis C kann man sich durch Safer SexZu unterscheiden sind die Begriffe Safer Sex und Safe Sex.

Unter Safer Sex versteht man einen weitgehend sicheren Schutz vor einer HIV-Infektion durch den Gebrauch von Kondomen beim Analverkehr und der Vermeidung von Spermakontakt beim Oralverkehr. Da ein Risiko nicht 100%ig ausgeschlossen werden kann, kann ein geringes Restrisiko bestehen bleiben.

Unter Safe Sex versteht man den Versuch, ein Infektionsrisiko 100%ig auszuschließen. Eine Möglichkeit dies zu erreichen, kann man zum Beispiel die Verwendung von Kondomen beim Oralverkehr sein.

Die Entscheidung, wie viel Sicherheit ein Mensch braucht, hängt von individuellen Faktoren ab und sollte von jedem sorgfältig abgewogen werden. Ebenso ist es sehr wichtig, dass du mit deinem Partner darüber sprichst.
und Safer UseUm das Infektionsrisiko für HIV und Hepatitis zu vermindern, sollten Spritzutensilien niemals gemeinsam mit anderen benutzt werden.

Safer Use im Drogenbereich beinhaltet viele Faktoren, die die Risiken beim Drogenkonsum vermindern sollen. Wenn du umfassende Informationen zu diesem Thema suchst, findest du sie unter www.aidshilfe.de.
schützen.

In Deutschland infizieren sich jedes Jahr ungefähr 50 000 Menschen mit Hepatitis B, ca. 250 000 Menschen leben mit einer chronischen Hepatitis B.

Weltweit haben ca. 350 Millionen Menschen eine chronische Hepatitis B.

Übertragungswege

Hepatitis B wird hauptsächlich sexuell übertragen. Das Virus befindet sich in fast allen Körperflüssigkeiten, d. h. im Blut, im Sperma, im Lusttropfen und im Speichel. Das Virus ist sehr widerstandsfähig und man geht davon aus, dass es 100 mal leichter übertragen wird, als beispielsweise HI-Viren.

Bei allen Sexualpraktiken, bei denen du infektiöse Körperflüssigkeiten auf deine Schleimhäute oder verletzte Haut bekommst, kannst du dich infizieren. Aus diesem Grund stellen ungeschützter Anal- und Oralverkehr auch ohne Spermakontakt und schon heftiges Küssen ein Infektionsrisiko dar.

Krankheitsanzeichen

1-6 Monate nach der Ansteckung können grippeähnliche Anzeichen und Übelkeit und Erbrechen auftreten. Nur ein Teil der Erkrankten bekommt auch eine Gelbsucht, d. h. die Haut und die Augen färben sich gelb, der Urin wird dunkel und der Kot hell. Da die Anzeichen häufig nur geringfügig sind oder als Grippe fehlgedeutet werden, wird die Erkrankung oft nicht erkannt.

Behandlung

Während einer akuten Infektion solltest du dich schonen und auf Alkohol und Drogen verzichten, um deine Leber nicht noch weiter zu belasten.

Sowohl die akute als auch eine chronische Erkrankung kann mit virenhemmenden Medikamenten behandelt werden, was jedoch nicht in allen Fällen erfolgreich ist.

Folgen

Bei ungefähr 5-10% der Infizierten heilt die Infektion nicht aus, sondern wird chronisch. Dies bedeutet, dass auch sechs Monate nach der Ansteckung noch Viren nachgewiesen werden können und deshalb auch die Ansteckungsfähigkeit bestehen bleibt. Auch während einer chronischen Erkrankung können die Krankheitszeichen so geringfügig sein, dass man sie kaum bemerkt. Trotzdem kann das Leberzellgewebe so geschädigt werden, dass sich hieraus eine Leberzirrhose oder Leberzellkrebs entwickelt. Wenn die chronische Hepatitis B nicht behandelt wird, entwickeln sich diese Folgeschäden bei ca. der Hälfte der Erkrankten.

Schutz

Da die Infektion sehr leicht übertragen wird, kann Safer Sex das Infektionsrisiko zwar vermindern, eine Infektion jedoch nicht sicher ausschließen. Vor allem im Hinblick auf die möglichen Folgeschäden, solltest du dich deshalb impfen lassen. Die Kosten der Impfung werden für Jugendliche unter 18 Jahren generell, für beruflich gefährdete Menschen und für schwule Männer von den Krankenkassen übernommen. Es genügt, wenn du beim Arzt angibst, ein erhöhtes Infektionsrisiko zu haben.


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