Das anyway - Ein Wegbereiter
1998 wurde das anyway durch Frau Birgit Fischer, Ministerin für Frauen, Familie, Jugend und Gesundheit des Landes NRW, eröffnet. Man mag es kaum glauben: das anyway war das erste Jugendzentrum dieser Art in Europa. Wir finden, dass es ein durchaus mutiger aber auch wichtiger Schritt der Politik war, mit dem anyway eine Einrichtung zu fördern, die sich an das Thema heranwagt und dabei vor allem das Ziel hat jungen Menschen zu helfen selbstbewusst, stolz und aufrecht durch das Leben zu gehen.
Eine andere sexuelle Orientierung zu haben ist auch heute noch mit vielen Ängsten, Befürchtungen und Fragen verbunden. Schule, Freundeskreis und auch das Elternhaus sind hohe „Hürden“ bei der Frage: „Wem sage ich es?“ und „Wie erkläre ich es?“ und vor allem: „Wie reagieren sie?“.
Es ist gut einen Ort und Menschen zu haben, denen man sich verbindlich anvertrauen kann in einer Lebensphase, die von tiefer Verunsicherung geprägt ist. Und es ist gut, dass es mit dem anyway einen Ort gibt, der kompetente und hilfreiche Antworten gibt und Jugendlichen zur Seite steht!
Das anyway ist nach §75 KJHG anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Alle hier arbeitenden Menschen sind ausgebildete Fachleute, die teilweise jahrelange Beratungserfahrung haben und weitere fachliche Qualifikationen der unterschiedlichsten Art bieten.
Unser Ziel ist es aber nicht nur in angstvollen und schwierigen Situationen an der Seite der Jugendlichen zu stehen. Das anyway steht in erster Linie auch für eine offene, lockere und einladende Atmosphäre; ein Ort, an dem man einander begegnen kann, so wie man ist! Jugendliche die zu uns kommen erleben oft erstmals in ihrem Leben eine Atmosphäre, in der sie sich nicht fürchten müssen negative Reaktionen zu erleiden für das, was sie sind.
Zuversicht, Bestätigung, Vertrauen und Nähe sind Elemente, die vor allem Jugendliche brauchen um selbstbewusste Erwachsene zu werden, die ebendieses weitergeben können.
Wir vom anyway denken: Lassen Sie uns stolz auf die jungen Leute sein, die zu uns kommen und sich mit ihren Fragen an das Leben mutig auseinandersetzen!
Ist das nicht die beste Voraussetzung für die Bewältigung aller Aufgaben, die das Leben an jeden Menschen stellt?