Erfahrungsberichte
Tobi (17 Jahre)
Hey, mein Name ist Tobi, ich bin 17 und komme aus Köln, ein Glück...
Vom Anyway habe ich kurz vor meinem Outing erfahren, ich bin per Zufall im Internet darauf gestoßen. Ich war direkt entschlossen hinzugehn, nur leider war das any damals noch im Umbau, doch als es fertig war bin ich sofort hingegangen.
Ein bisschen Angst hatte ich schon, doch die war schnell weg, die nette Atmosphäre und offenen Mitarbeiter haben das Eis leicht gebrochen.
Heute gehe ich oft und gerne ins Anyway, ich treffe meine Freunde dort und auf der weekender hat man immer viel Spaß :)
Auch habe ich so einiges erlebt und habe mich erst getraut richtig aus mir herauszukommen, als ich ins Anyway gekommen bin.
Also was soll ich noch sagen? Am besten ist es sich selbst ein Bild davon zu machen, ich kann es nur jedem empfehlen.
Bis bald im Any,
Tobi
Video: Laura (17 Jahre)
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Till (22 Jahre)
Hey ich bin Till, 22 und bald Student in Köln.
Ich bin vor gut 1 ½ Jahren nach Köln gezogen und war auch von Anfang an im Anyway.
Ich war vor dem ersten Besuch schon ein wenig aufgeregt, und hab gezögert ob ich wirklich hingehen soll, jedoch überwog meine Neugier, und die Chance endlich andere schwule Jugendliche kennen zu lernen, und ehrlich gesagt hatte ich ja nichts zu verlieren.
Und jetzt kann ich sagen der Mut hat sich gelohnt, ich wurde recht schnell, total freundlich und herzlich begrüßt und integriert, und habe unglaublich schnell einen echt großen Freundeskreis, mit für mich mittlerweile sehr wichtigen Menschen, aufbauen können. Das macht mich immer noch Sprachlos, und das hätte ich ohne das Anyway nie geschafft!
Mittlerweile bin ich regelmäßig hier treffe mich mit Freunden zum quatschen und/oder Bierchen trinken, und helfe auch ca. 1x die Woche ehrenamtlich mit und stehe hinter der Theke.
Mir liegt es daran Anderen einen ebenso schönen Empfang zu geben wie ich ihn hatte und helfe deshalb mit wo ich kann. So kann ich einen teil dessen wiedergeben was ich Hier erfahren habe!!
Simon (22 Jahre)
Das erste Mal im anyway schon irgendwie aufregend. Ungeoutet, wie ich war, lief ich erst einmal um den Block. Ein paar Jungs - es war ein Donnerstag - standen vor der Tür und ein paar andere konnte ich von Draußen Billiard spielen sehen.
Dann rief ich mir in Erinnerung: Mann, deshalb bist du doch extra hierhin gefahren - und nicht um irgendetwas anderes zu tun, was alle anderen aus der Familie noch ein paar Monate lang denken sollten. Und schon war ich drinnen und saß vor dem gelben Tresen. Viel zu aufgeregt um irgendetwas anderes zu tun, als langsam meine Cola zu trinken und alles zu beobachten.
Zwei Wochen später kam ich dann wieder und danach immer wieder mehrmals pro Woche.
So lernte ich nach und nach immer mehr Leute kennen. Einige kommen nur einige Wochen regelmäßig vorbei und man sieht sie danach nie wieder, andere sieht man nur alle paar Wochen. Wieder andere sind so wie ich regelmäßig, oft mehrmals pro Woche, da und bilden den "harten Kern": man kennt sich und geht nach abends, nachdem das anyway geschlossen hat, in die Schaafenstraße um dort noch ein Bier zu trinken - oder man geht zusammen auf die ein oder andere Party.
Nach gut einem Jahr stecke ich jetzt tiefer in der Szene drin, als ich mir hätte vorher erträumen können (da wusste ich aber auch noch nichts über "die Szene").
Video: Maik (20 Jahre)
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Turaç (21 Jahre)
Ich bin der Turaç, bin 21 Jahre alt und regelmäßiger Besucher des Jugendzentrums Anyway Köln. Vor fünf Jahren dachte ich mir, was dass für ein Ort sein würde, ein Jugendzentrum für Schwule, Bi, und Lesben?! So was kannte ich zuvor nicht.
Ich war voller Bange und Angst, dass ich mich nicht wohlfühlen würde und nicht akzeptiert werde. Das legte sich schnell als ich das erste Hindernis, durch diese Tür zu gehen, hinter mich brachte. Als ich das Jugendzentrum betrat, fühlte ich mich endlich akzeptiert und wohl . Heute ist das Anyway mein zentraler Treffpunkt mit meinem Freunden. Hier habe ich schnell gelernt, meine musikalischen Ader freien Laufzulassen und mich zu akzeptieren wie ich bin. Bei Problemen kann ich mich immer an die Pädagogen im Haus wenden.
Hier ist mein Freundeskreis, hier werden meine Interessen vertreten und hier wird mir zugehört. Es ist mein zweites Zuhause
Jonas (20 Jahre)
Ich bin Jonas (20) aus Bonn. Ich studiere Film und Fernsehen in Köln, wo ich mittlerweile auch lebe. Als ich das erste Mal ins anyway gegangen bin, waren meine Ängste groß. Ich wusste nicht, was mich erwartet, hatte aber mit Thomas (Haas) geschrieben und mich angemeldet, was es mir einfacher machte, da ich eine Anlaufstelle hatte. Ich habe dann all meinen Mut zusammen genommen und bin schnurstracks ins anyway gegangen, wo ich dann zum Glück freundlich vom Thekenteam angesprochen wurde.
Von dem Zeitpunkt an, bin ich dann öfter aus Bonn ins anyway gefahren und lernte mit der Zeit einige Leute kennen, die heute zu meinen besten Freunden zählen würde.
Jetzt, zwei Jahre später treffe ich im anyway Freunde und wir ziehen zusammen los, um die Kölner Szene zu erkunden, in die ich mich sonst wohl erstmals nicht hinein getraut hätte.
Video: Patrick (21 Jahre)
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Sidney (22 Jahre)
Ich erinnere mich noch sehr gut daran wie ich das erste Mal ins anyway gekommen bin. Ich war früher sehr verklemmt und schüchtern. Ich hatte wahnsinnige Angst ins anyway zu gehen, obwohl ich es mir doch so sehr gewünscht habe. Ich bin insgesamt mehrere Stunden (an verschiedenen Tagen) um das anyway geschlichen, habe mich aber nie selber reingetraut. Irgendwann habe ich jemanden angeschrieben von dem ich wusste, dass er regelmäßig ins anyway geht. Der hat mich dann mitgenommen. Ich habe mich vor mir selbst geschämt diesen Schritt nicht alleine geschafft zu haben, und dennoch bin ich heute sehr zufrieden, dass ich es so gemacht habe. Rückblickend betrachtet entscheidet wohl eher, dass ich ihn gewagt habe - und nicht wie. Es war sicherlich ein bedeutender Schritt in meinem Leben, er ist Ausdruck meines Wunsches endlich offen schwul zu leben gewesen und er hat sich mehr als gelohnt: Die vielen neuen Leute, die ich kennengelernte, haben mich positiv verändert. Ich bin offener und selbstbewusster geworden.
Heute komme ich ins anyway, um unter Gleichgesinnten zu sein, meine Freunde zu sehen, neue Leute kennenzulernen und dem angebotenen Programm wie dem Männerabend oder dem Donnerstalk. Insbesondere Programm bei dem man sich selbst einbringen und gestalten kann (wie etwa JuPo) finde ich super und hoffe für die Zukunft, dass das anyway davon noch viel anbieten wird!